Title: ERFOLGREICHES FORSCHUNGSPROJEKT MIT DEM KARLSRUHER INSTITUT FÜR TECHNOLOGIE (KIT)
Author: Christian Deeg
Published: 22. Dezember 2021
Last modified: 7. Februar 2024

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# ERFOLGREICHES FORSCHUNGSPROJEKT MIT DEM KARLSRUHER INSTITUT FÜR TECHNOLOGIE (KIT)

 Veröffentlicht am 22. Dezember 20217. Februar 2024 von [Christian Deeg](https://www.logbatt.de/author/christiandeeg/)

## **Entwicklung eines modularen Systems zur Filterung toxischer und brennbarer Gase in Verbindung mit einem geeigneten Behälter zum Transport von beschädigten bis hin zu nicht transportsicheren (kritischen) Lithium-Ionen-Batterien**

Dr.-Ing. Ilian Dinkov (FFB), M. Sc. Jan Braun (FFB), M. Sc. Mona Meyer-Hollmann (
LogBATT GmbH)

### **1. Vorstellung Kooperationspartner KIT und LogBATT**

Das diesem Bericht zugrundeliegende Forschungsprojekt zur Entwicklung eines in Batterie-
Transportboxen integrierten, modularen Filtersystems wurde gemeinschaftlich von 
den Kooperationspartnern der Forschungsstelle für Brandschutztechnik des Karlsruher
Institut für Technologie und der LogBATT GmbH durchgeführt.

Die im Jahre 1950 gegründete und am Engler-Bunte-Institut, Lehrstuhl für Verbrennungstechnik(
EBI-VBT) der Universität Karlsruhe (KIT) angegliederte Forschungsstelle für Brandschutztechnik
beschäftigt sich mit Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet des vorbeugenden
und abwehrenden Brandschutzes.

Das im Jahre 2017 gegründete Logistikunternehmen LogBATT GmbH hat sich auf den ADR-
konformen Transport von kritisch-defekten Lithium-Ionen-Batterien spezialisiert 
und entwickelt und produziert eigene Sicherheitsbehälter, sog. SafetyBATTboxen für
Lagerung und Transport von Lithium-Ionen-Batterien. Solche Sicherheitsbehälter sind
behördlich durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zu zertifizieren.

Nur bei Erfüllung der folgenden gesetzlichen Anforderungen während eines realen 
Brandtests, erhält der Sicherheitsbehälter eine behördliche Zulassung:

 * Temperatur der äußeren Oberflächen des vollständigen Versandstücks darf nicht
   größer als 100°C sein. Eine kurzzeitige Temperaturspitze von bis zu 200°C ist
   zulässig.
 * Außerhalb des Versandstücks darf sich keine Flamme bilden.
 * Aus dem Versandstück dürfen keine Projektile austreten.
 * Die bauliche Unversehrtheit des Versandstücks muss aufrechterhalten werden.
 * Die Verpackungen müssen über ein Gasmanagementsystem verfügen. Dieses muss mit
   Druckstößen umgehen können und über ein HF-Management verfügen.
 * Die HF-Konzentration im gefilterten Rauchgas muss unter dem AEGL 2 Grenzwert 
   liegen. Diese Grenzwertlevels entsprechen Konzentrationsleitwerten nach Störfall-
   Verordnung und liegt bei 12 ppm bzw. 9,8 mg/m^(3).

### **2. SafetyBATTboxen: neue Generation an Sicherheitsbehältern für sichere Lagerung und gefahrlosen Transport von Lithium-Ionen-Batterien**

Von Lithium-Ionen-Batterien können die unterschiedlichsten potenziellen Gefahren
ausgehen:

 * **thermisch, chemisch, elektrisch und kinetisch**

Die SafetyBATTboxen wurden mit verschiedensten Sicherheitsmaßnahmen konstruiert,
um alle oben genannten von LIBs ausgehenden potenziellen Gefahren einzudämmen und
nach außen hin abzuschirmen. Im Fall einer Batteriereaktion wird das thermische 
Event im Inneren der SafetyBATTbox eingedämmt und nur das entstehende Rauchgas wird
über definierte Ventingöffnungen nach außen hin abgeleitet.

### **3. Was bei einem Batteriebrand passiert**

Aufladbare Batterien boomen: Sie finden sich in so gut wie allen, auch Endkonsumenten
zugänglichen Geräten der mobilen Unterhaltungselektronik, in Powertools (Elektrowerkzeuge),
Gartengeräten, Elektrofahrrädern (Pedelecs und E-Bikes) und in Elektroautomobilen.

Da Lithium-Ionen-Batterien so konstruiert sind, dass sie eine große Menge elektrischer
Energie bereitstellen, ist die in diesen Batterien enthaltene chemische Energie 
beträchtlich. Hochwertige auf dem Markt erhältliche Zellen namhafter Hersteller 
enthalten zellintern mehrere Sicherheitseinrichtungen, die die Zelle als elektrisches
System im Ernstfall „abschalten“ können. Kommt es dennoch zu einem Fehlgebrauch 
der Lithium-Ionen-Batterien/-Module/-Zellen z. B. durch Über- oder Entladen, Überhitzen,
mechanische Beschädigung oder einen inneren Zelldefekt, kann es zu einer thermischen
Reaktion, dem sog. _thermal runaway_ der Zelle kommen. Verursacht der _thermal runaway_
einer oder weniger Einzelzelle/n ein thermisches Durchgehen des Gesamtsystems (Modul
und/oder Batterie), handelt es sich um ein sog. _thermal propagation_ Event. Beim
thermal runaway kommt es zu einer unkontrollierten Reaktion zwischen den beiden 
Elektroden und die gespeicherte chemische Energie wird auf einen Schlag freigesetzt.
Das Gefährliche an einem _thermal runaway_ ist die Kombination der verwendeten Materialien
in Lithium-Ionen-Batterien in Verbindung mit der genannten hohen Energiedichte. 
Durch die enorme Hitzeentwicklung (teils > 1000°C auf der Oberfläche der Zelle) 
reicht häufig eine oder wenige einzelne defekte Zelle/n aus, um die ganze Batterie
in Brand zu setzten. Die Gefahr eines _thermal runaway_ ist insbesondere bei unfallbeschädigten
oder allgemein nicht mehr betriebssicheren Batterien gegeben.

Bei diesem thermischen Durchgehen der Zelle zersetzt sich das in der Zelle enthaltene
Material und es entsteht Gas. Dadurch entsteht ein Überdruck in der Zelle, bis diese
schließlich aufplatzt und das entstandene Gas nach außen abbläst. Dieses meist weiß-
gräuliche Gas besteht hauptsächlich aus verdampftem Elektrolyten, dessen Reaktionsprodukten
und weiteren Zellbestandteilen (Messdaten siehe Kap. 4). Dieses Gas ist hochentzündlich
und kann eine sog. Knallgasexplosion, Stichflamme und Feuer verursachen.

### **4. Forschungsprojekt zur Weiterentwicklung des SafetyBATTboxen – Filtersystem**

Generell können die Sicherheitsbehälter die sehr großen Gasmengen, die im Fall eines
_thermal runaway_ freigesetzt werden, nicht komplett aufnehmen und müssen daher „
abblasen“ (sog. venten). Beispielsweise können aus einer handelsüblichen 18650-Rundzelle
ca. 44 l Rauchgas austreten. Diese emittierten Gase sind sowohl giftig als auch 
in der Regel brennbar, weswegen sie vor Verlassen der Transportbox gefiltert werden
sollten und der Gasauslass der Sicherheitsbehälter zusätzlich eine flammensperrende
Wirkung haben sollte.

Während des Forschungsprojektes wurden grundlegende Untersuchungen zu Filterwirkungen,
Materialtests und Rauchgasanalysen durchgeführt und an einem fortgeschrittenen Filtersystem
als integralem Bestandteil einer Transportbox geforscht und getestet.

Das zukünftige Filtersystem sollte dabei folgende Aufgaben erfüllen:

 * Der Filter als Bestandteil des Gasmanagementsystems ist die einzige Öffnung der
   Transportbox nach außen. Er verhindert, dass sich in der Box ein kritischer Überdruck
   aufbauen kann.
 * Verhinderung der Brandausbreitung, indem die Flammen nicht hindurch dringen können(
   Flammensperrwirkung).
 * Isolationswirkung, Filtersystem muss Durchwärmen der Transportbox über die Ventingflächen
   kompensieren bzw. verhindern.
 * Möglichst umfangreiche Rückhaltung/Filterung der brennbaren und giftigen Stoffe
   aus dem austretenden Rauchgas.

Um grundlegende Erkenntnisse über die Zusammensetzung der austretenden Rauchgase,
Filtermöglichkeiten, geeignete Materialien etc. zu gewinnen, wurden in den SafetyBATTboxen
Batteriebrände ausgelöst und währenddessen verschiedenen Messungen durchgeführt.

Zunächst wurden Analysen an bei einem Lithium-Ionen-Batteriebrand ungefiltert austretendem
Rauchgas durchgeführt und anschließend verschiedene Typen SafetyBATTboxen mit unterschiedlichen
Filtersystemen aufgebaut und daran Vergleichsmessungen des austretenden Rauchgases
durchgeführt.

Beispielsweise wurden im Lauf des Forschungsprojektes verschiedene Filtersysteme
in sog. SafetyBATTboxen Typ M getestet. Für die Brandtests wurde jeweils ein Lithium-
Ionen-Zellmodul
(12 kg, 2,14 kWh, prismatische Zellen, NMC-Zellchemie) mittels Überhitzens(
keramischer Heizstrahler) zum _thermal runaway_ gebracht.

Die Module wurden vor Versuchsbeginn jeweils auf ca. 100 % SoC geladen. Für die 
Brandversuche wurde die Box mit einer Vielzahl an Sensoren und Sonden ausgestattet,
darunter Temperatursensoren in und auf der Box, Drucksensoren zur Messung der Druckdifferenz
zwischen dem Innern der Box und der Umgebung, sowie des Druckverlustes des Filtersystems.
Die Außentemperatur wurde mit einer Wärmebildkamera und die Gewichtsabnahme mit 
einer Waage kontinuierlich dokumentiert. Die SafetyBATTboxen sind doppelwandig und
haben auf beiden Seiten jeweils einen Auslass. Dieser ist jeweils mit einer Flammensperre
ausgestattet. Die Entnahmesonden für die Emissionsmessung waren an den Auslässen
der SafetyBATTbox, jeweils nach der Flammensperre positioniert. Zudem wurde beim
ersten Versuch eine Entnahmesonde in der Kiste platziert, um eine Nullmessung des
entstehenden Rauchgases zu erhalten. Die Messung umfasste dabei neben den üblichen
Rauchgasbestandteilen (O_(2), CO, CO_(2)) auch ein breites Abgasspektrum.

Die Abbildungen 1, 2 und 3 zeigen exemplarische Aufnahmen von der Versuchsvorbereitung:
Installation des Moduls in der SafetyBATTboxen (Abb. 1), inkl. dem Verpacken des
Moduls mittels eigens von LogBATT GmbH entwickeltem Verpackungsmaterial (Abb. 2).
Der Deckel der SafetyBATTboxen verfügt über eine Dichtung und ist ringsum mit Spannverschlüssen
versehen. In der Abbildung 3 ist die geschlossene Box und die Installation der Messinstrumente(
Abgassonden, Drucksensoren und Thermoelemente) zu sehen.

![Abbildung 1 Zellmodul in der SafetyBATTbox für Lithium Ionen Akkus](https://www.
logbatt.de/wp-content/uploads/sites/10112/2021/12/Abbildung-1-Zellmodul-in-der-SafetyBATTbox.
png)

_Abbildung 1: Zellmodul in der SafetyBATTbox_

![Abbildung 2 Verpackungsmaterial für Lithium Ionen Akkus](https://www.logbatt.de/
wp-content/uploads/sites/10112/2021/12/Abbildung-2-Verpackungsmaterial.png)

_Abbildung 2: Verpackungsmaterial_

![Abbildung 3 SafetyBATTbox vor dem Brandversuch incl. Messinstrumente](https://
www.logbatt.de/wp-content/uploads/sites/10112/2021/12/Abbildung-3-SafetyBATTbox-
vor-dem-Brandversuch-incl.-Messinstrumente.png)

_Abbildung 3: SafetyBATTbox vor dem Brandversuch inkl. Messinstrumente_

In Abbildung 4 sind beispielhaft einige Ausschnitte der Realbild- und Wärmebildaufnahmen
während dem _thermal runaway_ Versuch dargestellt. Die Aufnahmen in derselben Zeile
sind zur selben Zeit entstanden.Erkennbar ist (siehe Abbildung 4.1), dass nach einer
bestimmten Überhitzungszeit, die Zellen des Moduls, direkt unterhalb des Heizstrahlers,
mit einer relativ mäßigen Rauchentwicklung den _thermal runaway_ in die Gänge leiten.
Anschließend breitet sich das thermische Event weiter aus (_thermal propagation)_,
bis das gesamte Modul thermisch durchreagiert hat. Das thermische Durchgehen in 
der Box ist mit einer recht hohen Temperatur, sowie einem hohen Druckanstieg gekennzeichnet.
Die Aufnahmen in den Abbildungen 4.3 bis 4.6 zeigen das Ableiten der Reaktionsprodukte
in Form eines massiven Rauchgasaustrittes. Nach kurzer Zeit ist die Reaktion beendet,
die Rauchgasmenge geht merklich zurück und das Modul qualmt nach (s. Abb. 4.7 und
4.8).

 * [⌊Abb 4.1 SafetyBATTbox für Lithium Ionen Akkus⌉⌊Abb 4.1 SafetyBATTbox für Lithium
   Ionen Akkus⌉[
 * [⌊Abb 4.2 SafetyBATTbox für Lithium Ionen Akkus⌉⌊Abb 4.2 SafetyBATTbox für Lithium
   Ionen Akkus⌉[
 * [⌊Abb 4.3 SafetyBATTbox für Lithium Ionen Akkus⌉⌊Abb 4.3 SafetyBATTbox für Lithium
   Ionen Akkus⌉[
 * [⌊Abb 4.4 SafetyBATTbox für Lithium Ionen Akkus⌉⌊Abb 4.4 SafetyBATTbox für Lithium
   Ionen Akkus⌉[
 * [⌊Abb 4.5 SafetyBATTbox für Lithium Ionen Akkus⌉⌊Abb 4.5 SafetyBATTbox für Lithium
   Ionen Akkus⌉[
 * [⌊Abb 4.6 SafetyBATTbox für Lithium Ionen Akkus⌉⌊Abb 4.6 SafetyBATTbox für Lithium
   Ionen Akkus⌉[
 * [⌊Abb 4.7 SafetyBATTbox für Lithium Ionen Akkus⌉⌊Abb 4.7 SafetyBATTbox für Lithium
   Ionen Akkus⌉[
 * [⌊Abb 4.8 SafetyBATTbox für Lithium Ionen Akkus⌉⌊Abb 4.8 SafetyBATTbox für Lithium
   Ionen Akkus⌉[

_Abbildung 4: Realbilder und Wärmebildaufnahmen während und nach dem thermal runaway
bzw. thermal propagation_

Wie oben schon erwähnt, ist das thermische Durchgehen von einem Modul in der SafetyBATTbox
mit hohen Temperatur-, sowie Druckgradienten verbunden. Abbildung 5 zeigt die Temperaturverläufe
innerhalb der Box während des Versuchs. Direkt oberhalb des Moduls (T1-T3) erreichen
die Temperaturen Maximalwerte von etwa 800 °C. Nach Austritt aus der Box kühlen 
sich die Abgase auf Werte unterhalb 250 °C ab (T5-T8). Auf der Außenseite der Box
wurden aufgrund der doppelwandigen Konstruktion maximale Temperaturen von stets 
unter 80 °C gemessen. Damit sind die gesetzlichen Kriterien hinsichtlich der Temperatur
erfüllt.

![Abb 5](https://www.logbatt.de/wp-content/uploads/sites/10112/2021/12/abb-5.png)

_Abbildung 5: Temperaturen innerhalb der SafetyBATTbox_

![Abb 6](https://www.logbatt.de/wp-content/uploads/sites/10112/2021/12/abb-6.png)

_Abbildung 6: Druckdifferenz_

Der gemessene Druckverlauf in Abbildung 6 zeigt Maximalwerte oberhalb 120 mbar. 
Erkennbar in der Abbildung ist auch das thermische Durchgehen von den einzelnen 
Zellen (zwölf Einzelzellen im Modul).

Ein Vergleich ausgewählter und zum Teil für die gesetzliche Zulassung relevante 
Schadstoffe
(HF-Emissionen) mit und ohne Filtersystem ist in der Tabelle 1 dargestellt.

| **Stoff** | **ohne Filtersystem** | **mit Filtersystem** | **Adsorberwirkung** | 
| Gesamt-Kohlenstoff (C) | max. ca. 21.000 ppm | max. ca. 17.144 ppm | 18,3 % | 
| Fluorwasserstoff (HF) | 13 mg/m³ | 0,9 mg/m³ | 93 % | 
| Benzol | 261 mg/m³ | 142 mg/m³ | 45,6 % | 
| Dimethylcarbonat (DMC)  |  13.475 mg/m³ | 5.524 mg/m³ | 59 % | 
| Ethylmethylcarbonat (EMC) | 7.411 mg/m³ | 2.394 mg/m³ | 67,7 % | 
| Hauptbestandteile Ablagerungen | Blei, Chrom,  | Cobalt, Kupfer, | Mangan, Nickel |

Tabelle 1: Ergebnisse der Abgasanalyse

Das neue Filtersystem weist im Vergleich mit den Messungen komplett ohne Filtersystem
deutlich höhere Filterwirkungen auf. Das heißt, dass das neu entwickelte Filtersystem,
zusätzlich zur Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an Schadstoffgrenzen (HF
< 9,8 mg/m^(3)), eine zusätzliche Minderung verschiedenster Schadstoffe im austretenden
Rauchgas erreicht. Während der Brandtests wurden neben den üblichen Brandgasen folgende
Stoffe als Hauptbestandteile im Rauchgas nachgewiesen:

 * Lösungsmitteldämpfe des unverbrannten Elektrolyt und dessen Reaktionsprodukte
 * Kohlenwasserstoffe als Zersetzungs- und Reaktionsprodukte der organischen Lösungsmittel
   und des Leitsalz, dazu zählen:
    - kurzkettige Alkane, Alkene und Alkine (C1 – C10) wie Methan, Ethan, Ethen,
      Propan, Propen etc.
    - Kohlenstoffmonoxid (CO) und –dioxid (CO_(2))
    - fluor- und phosphorhaltige Spezies (Fluorwasserstoff (HF), Flusssäure (HF_((
      aq))), Phosphorsäure (H_(3)PO_(4)), Phosphorwasserstoffverbindungen wie z.
      B. Phosphin etc.)
    - Chlorwasserstoff
    - Wasserstoff (H_(2))
    - Stickstoffoxide wie Stickstoffmonoxid und -dioxid (NO_(x), N_(2)O)
    - Weitere Hydrogencarbonate (Benzole etc.)
    - Sauerstoff (O_(2))
    - freigesetztes Leitsalz, z.B. Lithiumhexafluorophosphat (LiPF_(6))
 * Graphitstaub
 * Leicht- und Schwermetallpartikel wie Aluminium, Nickel, Kobalt, Kupfer, Mangan,
   Chrom, Blei, Lithium etc.
 * Weitere freigesetzte Partikel und Stäube (Asche, Ruß etc.)

Viele dieser Stoffe weisen eine oder mehrere der folgenden Gefahren auf: sehr giftig,
gesundheitsschädlich, kanzerogen, umweltgefährlich, reizend, entzündlich, ätzend,
mutagen, brandfördernd.

Die Ergebnisse der Rauchgasanalyse zeigen, dass eine vollständige Entfernung aller
bei Li-Ionen-Batteriebränden auftretenden giftigen, brennbaren oder sonstige gefährlichen
Bestandteile des Rauchgases (unter den gegebenen Rahmenbedingungen) kaum technisch
realisierbar ist. Allerdings können diese durch das während dem Forschungsprojekt
entwickelte Filtersystem stark reduziert werden.

Aus allen durchgeführten Untersuchungen und Analysen lässt sich ableiten, dass sich
eine Kombination aus verschiedenen Filtermaterialien positiv auf die Filterwirkung
auswirken kann. Eine Mischung aus verschiedenen Filtermaterialien (auch hinsichtlich
Korngröße und Struktur), die jeweils auf bestimmte Gase gezielt wirken, ist einem
Universalfilter überlegen. Um eine bestmögliche Filterwirkung zu erzielen, sollten
in zukünftigen Filtersystemen verschiedene Materialien kombiniert werden.

Das während des Forschungsprojektes generierte Wissen umfasst u. a.:

 * Vergleichbare Gasanalysen verschiedener Filtersysteme bei realen Brandtests
 * Analysen Schadstoffbelastungen Filtersystem und Ablagerungen
 * Detektion Hauptbestandteile Rauchgas
 * Detektion Einflüsse auf Rauchgaszusammensetzung
 * Untersuchung und Tests an verschiedenen möglichen Filtermethoden und verschiedener
   Filtermaterialien
 * Entwicklung eines modularen Filtersystems, dementsprechend skalierbare Filtersysteme
   für unterschiedliche Größen von Transportbehältern möglich

Zusammenfassend konnte die LogBATT GmbH zusammen mit der Forschungsstelle für Brandschutz-
technik am KIT eine solide Basis hinsichtlich Rauchgasfilterung von Lithium-Ionen-
Batteriesystemen schaffen und ist bereit für zukünftige Filter-Anforderungen in 
Transportboxen für Lithium-Ionen-Batterien. Denn die SafetyBATTboxen erreichen mit
dem im Laufe des Forschungsprojektes neu entwickelten Filtersystem einen im Durchschnitt
um mehr als 55% reduzierten Austritt von Schadstoffen im Rauchgas während eines 
Lithium-Ionen-Batteriebrandes.

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